Michael Ridder




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Alter und Arbeit

Erik H. Erikson teilt den menschlichen Lebenszyklus in acht Stufen ein. Ich befinde mich nach Eriksen im Übergang zur 8. Stufe des hohen Erwachsenenalters.

Erlebt ein Mensch seinen privaten und beruflichen Lebensweg rückblickend als sinnvoll, versöhnt mit den Erfolgen und Enttäuschungen, kann er in diesem Alter den Zustand der „Integrität“ erreichen, gleichbedeutend mit „Ich-Eigenschaften“ in ausreichendem Maße und einem inneren Erleben von „Ausgeglichenheit“.

"Nur wer einmal die Sorge für Dinge und Menschen auf sich genommen hat, wer sich den Triumphen und Enttäuschungen angepasst hat, nolens volens der Ursprung anderer Menschenwesen und der Schöpfer von Dingen und Ideen zu sein - nur dem kann allmählich die Frucht dieser sieben Stadien heranwachsen." (Erikson, S. 118). Ein Mensch, der diesen Zustand der Integrität entwickeln konnte, erlebt seinen Lebensweg als sinnvoll, unabänderlich und einzigartig. Die Menschen, die darin vorkommen mussten, sind durch keine anderen ersetzbar, die Geschehnisse dieses Lebens haben dazu geführt der oder diejenige zu sein, die er bzw. sie nun ist. Dieser Mensch bejaht die Tatsache, dass er für sein Leben verantwortlich ist und verteidigt "die Würde seiner eigenen Lebensform" (ebd., S. 119)

Literatur:
Erikson, Erik H. (1991); Identität und Lebenszyklus, 12. Auflage; Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M.
Abstrahiert von den erhabenen Begrifflichkeiten Eriksons und herunter gebrochen auf mein Leben, bleibt ein zufriedener und dankbarer Blick auf meinen beruflichen Werdegang. Er führte mich vom Handwerker, über den zweiten Bildungsweg zum Sozialarbeiter und in einem weiteren Schritt, zum Fachlehrer für Soziale Arbeit und Supervisor.

Meiner heutigen täglichen Arbeit als Supervisor, Fachberater und Coach gehe ich nach wie vor mit Freude nach.
Immer dort wo ich dabei Beteiligungsfreiräume für die Betroffenen vorfinde, sind kreative Problemlösungen und Weiterentwicklungen möglich.
Meine Teilhabe an diesen Prozessen bedeutet für mich gelebte Arbeitszufriedenheit.

Mein fortgeschrittenes Alter erlebe ich dabei nicht als Belastung, sondern als jederzeit nutzbaren Erfahrungsschatz.
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